Kulturpolitik

 

Für was stehen wir?

Wir wollen ein Gegengewicht bzw. eine Ergänzung zu der in Bamberg fest etablierten (Hoch-)Kultur anbieten und dabei (nicht-professionelle) Künstler*innen aus der Region fördern, gesellschaftliche Gestaltungspotentiale aufzeigen und fruchtbar machen. Das heißt für uns:

    •    gesellschaftlichen Austausch durch Kultur ohne Barrieren anregen
    •    reflektierte und zukunftsfähige Gemeinschaften herausbilden
    •    nachhaltig Potentiale aufzeigen und bislang ungenutze Räume kulturell beleben

 

Wo sehen wir Missstände in Bambergs Kulturentwicklung?

1 Raum
1.1 Raumnot: Es mangelt in Bamberg an einem festen, leicht zugänglichen Veranstaltungsort für Konzerte, Workshops, Ausstellungen etc. zu geringer Miete
1.2 Dieser Raumnot begegnet die Stadt nach wie vor eher unbeholfen: Der Zugriff auf städtische Immobilien ist schleppend bis nicht möglich. Gebäude werden dem Verfall preisgegeben (z. B. Hallenbad, Wolfsschlucht), durch Privatisierung abgeschottet und aus der Hand gegeben (z. B. Batteurhallen Erba), durch interne Beschränkungen uninteressant (z. B. JUZ) oder durch mangelndes Vertrauen für regelmäßigere Veranstaltungen schwer zugänglich (Gastronomie am Viehhof);
1.3 Mangelnde Ausschöpfung der Potentiale des öffentlichen Raums – schwierige Bespielbarkeit durch starke Verriegelung und mangelnde Gestaltung
1.4 Altstadtzentrierung – Ballung von Kulturangebot in Innenstadtnähe, Abdrängung von alternativer Kultur in Randlagen? Bamberg hört nicht an der Bahnlinie auf!

2 Information und Beteiligung
2.1 Fehlende oder falsch angesetzte Bedarfsanalysen – Handeln ohne Befragung relevanter Akteur*innen, teure Machbarkeitsstudien
2.2 Fehlende aktive Bürger*innenbeteiligungsverfahren und Einbeziehung junger Menschen in Planungs- und Entscheidungsprozesse

3 Finanzen
3.1 Mangelnde Finanzierung alternativer Kultur

4 Wertschätzung
4.1 Mangelnde Wertschätzung gegenüber alternativer Kultur
Allgemeine Forderung: Diese Fehler nicht bei Konversion wiederholen/fortsetzen!

5 Potentiale der Konversion
Wo sehen wir Potentiale auf dem Konversionsgelände und wie lassen sich diese nutzen?
Was wir uns gesamtkonzeptionell wünschen:
(a) Eine entsprechende Haltung der Stadt gegenüber Kultur – Kulturschaffende nicht als Bittsteller*innen abblocken, sondern als Dialogpartner*innen anerkennen, Eigeninitiative seitens der Stadt, mehr Informationsfluss in Planungen;
(b) Eine sachgerechte Bedarfsanalyse unter Kulturschaffenden;
(c) Keine Monokulturen – weder gesamtstädtisch (nicht entweder Innenstadt oder Konversionsgelände als Veranstaltungsort sondern sowohl als auch) noch auf dem
Konversionsgelände selbst (keine Abschottung und Fixierung des Kulturbetriebs, sondern Integration und Streuung durch intelligente Mischnutzungen und koordinierte
Dezentralisierung); Altstadt-Zentrierung soll aufgebrochen werden;
(d) „Brückenschläge“ fördern – die (psychologische) Distanz von Innenstadt zu Konversionsflächen muss ab sofort durch Förderung von Kultur jenseits der Bahnlinie
überwunden werden!
(e) Öffentlichen Raum mitdenken – Leerstellen für künftige Entfaltung reservieren, vom öffentlichen Raum aus planen, „Dorfplätze“ und autofreier Stadtteil?

Was wir als Ankerprojekt wünschen:
Eine Art „Stadtteilzentrum“, das als Ausgangspunkt für weitere kulturelle Entfaltung dienen kann – ein zentraler (Veranstaltungs-)Ort für Ausstellungen, Konzerte, Workshops, Proberäume für Bands und Theatergruppen, außerdem Büroräume für Initiativen mit angrenzender Freifläche sowie Straßenzug, von dem aus kulturelle Entwicklung koordiniert wird, entsprechende Instrumentarien: Wächterhausprinzip, Mietbremse, städtische Trägerschaft.

 

 

Aktuelles

Fr, 10. März 2017

Ende 2014 schrieben wir einen ersten Antrag für eine städtische Anschaffung zweier Lastenräder. Diese sollten für kulturelle und soziale Zwecke möglichst kostenfrei allen Bürger*innen zur Verfügung gestellt werden.

Fr, 10. März 2017

Im Vorfeld des Festivals kamen auf unsere Anregung hin verschiedene Kulturschaffende zusammen, die in den letzten Jahren den Wunsch nach einem Kulturzentrum, einem Bürgerhauses oder einer freien Ausstellungshalle mehrfach geäußert hatten, um gemeinsam

Fr, 15. Mai 2015

Wir waren inzwischen bei fast allen Stadtratsfraktionen und konnten unsere Ideen, Anliegen, Forderungen und Wünsche in die Diskussion einbringen. Eine Zusammenfassung zu den einzelnen Gesprächen wird es nach dem kontakt - Das Kulturfestival vom 21.

So, 15. März 2015

Die Reaktionen auf unseren Offenen Brief hielten sich in Grenzen, von den angeschriebenen Stadträt*innen kam gerade mal eine Rückmeldung mit Einladung zu einem Gespräch bei der GAL-Fraktion und der Bamberger Linken, bei den anderen Fraktionen ist der B

Do, 05. März 2015

Die Reaktionen auf unseren Offenen Brief hielten sich in Grenzen, von den angeschriebenen Stadträt*innen kam gerade mal eine Rückmeldung mit Einladung zu einem Gespräch bei der GAL-Fraktion und der Bamberger Linken, bei den anderen Fraktionen ist der B

Mi, 26. November 2014

Willst auch Du ein Statement zu Leerstand, Kulturpolitik, öffentlichen Raum oder alternativer Kultur in Bamberg abgeben?

Mo, 24. November 2014

Mit diesem Offenen Brief, der an die Herren Oberbürgermeister Starke, Kulturbürgermeister Lange, die Mitglieder des Stadtrates und an die Mitarbeiter*innen in den Ä

So, 23. November 2014

Die Aktion »Kultur braucht Raum« unterstützen als Erstunterzeichnende des Offenen Briefs:

Sa, 22. November 2014

Um auf unser Anliegen aufmerksam zu machen finden folgende Aktionen statt:

Fr, 21. November 2014

»Kultur braucht Raum« ist eine Aktion, angestoßen von kontakt - Das Kulturprojekt zusammen mit vielen weiteren Kulturschaffenden in Bamberg.